Die Einsatzabteilung

Die Einsatzabteilung ist naturgemäß die Gruppe mit den meisten Angehörigen innerhalb der Ortswehr. Den Großteil seines ehrenamtlichen Lebens verbringen Feuerwehrleute als Angehörige der Einsatzabteilung. Ihnen obliegt das Ausrücken zu Einsätzen, die Durchführung von Unterweisungen, die Ausbildung der Jugend und unzählige weitere Tätigkeiten.

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Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in der Einsatzabteilung einer Freiwilligen Feuerwehr ist das Mindestalter von 18 Jahren und körperliche Fitness. Jede(r) Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau muss sich einer Tauglichkeitsuntersuchung bei einem hierzu bestellten Arzt unterziehen, welche mindestens alle drei Jahre erneut vollzogen wird. Im Alter oder nach ärztlicher Anweisung werden die Abstände zwischen den einzelnen Untersuchungen erheblich verkürzt. Bei den Tauglichkeitsuntersuchungen wird die körperliche Konstitution erfasst. Hierzu erfolgt eine allgemeine ärztliche Untersuchung, ähnlich einer Untersuchung bei einem Hausarzt. Zusätzlich erfolgt ein Belastungstest auf einem Fahrradergometer, ein Lungenvolumentest, umfangreiche Blut- und Urintests und ein Röntgen der Lunge. Sollte der Anwärter/ Anwärterin als tauglich erfasst werden, erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt Schutzimpfungen u.a. gegen Hepatitis. Bei Untauglichkeit und/oder mit Erreichen des 65. Lebensjahres besteht die Möglichkeit als Fachberater oder in der Ehrenabteilung aktiv am Leben in der Feuerwehr teilzuhaben.

Ist eine Tauglichkeit gegeben absolviert der Anwärter/ Anwärterin anschließend eine Grundausbildung, auch Truppmannausbildung genannt. In dieser werden die Grundlagen für eine Vielzahl von Tätigkeiten erlernt. Die gehört ebenso dazu, wie das Abseilen von Gebäuden, die Brandbekämpfung, das Zerlegen von Fahrzeugen oder auch das richtige Benutzen von Knoten in verschiedensten Situationen. Diese Ausbildungen erfolgen nicht nur theoretisch und praktisch, sondern auch in Form von Einsatzübungen. Bei derartigen fiktiven Szenarien sehen sich die Anwärter aber auch erfahrene Einsatzkräfte realitätsnahen Problemen gegenübergestellt, welche es zu lösen gilt. Diese Übungen können durchaus heiß werden, wie z.B. im Brandcontainer. In einem Brandhaus wird bei echtem Feuer das Vorgehen in einem Brandobjekt geübt. Hierbei ist es nicht unüblich, dass die Uniform leichte Brandflecken bekommt.

Nach der erfolgreichen Absolvierung der Grundausbildung wird die/der Anwärterin/ Anwärter ein aktives Teil der Einsatzabteilung. Nachdem die Ausstattung mit entsprechender Einsatzbekleidung bereits vor der Truppmannausbildung erfolgt ist, erhält er/sie jetzt einen Alarmfunkempfänger (Pieper). Über diese pagerähnlichen Geräte erfolgt in Cottbus zu großen Teilen die Alarmierung der Einsatzkräfte. Ob ein Kamerad/in dieser Alarmierung folgt, sollte jedoch gut bedacht sein, denn es kann in seltenen Fällen auch mal irgendwohin in das Bundesgebiet gehen. Derartige Einsätze dauern oft mehrere Tage an. Hierbei erhält jede Einsatzkraft aber eine Rüstzeit, um wichtige Dinge zu klären oder auch eine Reisetasche zu packen.

Für den Arbeitgeber besteht die Verpflichtung, Mitglieder der Feuerwehr für Einsätze und Ausbildungen freizustellen. Der dabei entstehende Verdienstausfall für Arbeitnehmer, Arbeitgeber oder Selbstständige wird durch das Innenministerium ersetzt. Eine Mitgliedschaft in einer Feuerwehr darf keine Kündigung nach sich ziehen. Arbeitnehmer sind durch das Brandschutzgesetzt (BbgBKG) geschützt.

Außerhalb der Einsätze, derzeit ca. 60 - 70 Einsätze pro Jahr, stehen verschiedene andere Aufgaben an. Eine Hauptaufgabe ist die Öffentlichkeitsarbeit auf Anforderungen von Schulen oder anderen Einrichtungen, um an deren Veranstaltungen teilzunehmen oder um für diese Seminare abzuhalten. Weiterhin sind einige Kameraden in die Ausbildung unserer Jüngsten in der Jugendfeuerwehr betraut. Jeder Kamerad/in erhält die Möglichkeit weitere Sonderausbildungen und/oder auch Fortbildungen zu besuchen. Diese erfolgen auf Stadtebene oder auf Landesebene. Im letzteren Fall erfolgt die Ausbildung an der Landesschule und technischen Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz in Eisenhüttenstadt.

Für politisch engagierte Kameraden besteht die zusätzlich Möglichkeit Verantwortung im Feuerwehrverband der Feuerwehr zu übernehmen. Dabei stehen Positionen im Stadtfeuerwehrverband und dem Landesfeuerwehrverband an. Wem das alles noch nicht reicht, der kann bis auf Bundesebene weitere Funktionen übernehmen. Funktionen auf Bundesebene sind in den seltensten Fällen noch ehrenamtlich. Die Arbeitsbelastung in diesen Ämtern ist so hoch, dass deren Funktionsträger von ihrer regulären Arbeit freigestellt werden und im Hauptamt eine Tätigkeit für die Feuerwehr ausüben. Nach Ablauf des Amtes steht ihnen die Rückkehr in ihren alten Beruf frei.

Wenn sie Interesse an der Feuerwehr haben, schauen sie doch einfach bei uns herein. Alle Dienstzeiten erfahren sie hier.